Christbaumsammelaktion 2014

Weihnachten ist vorbei und jedes Jahr stellt sich die Frage: Wohin mit dem Christbaum? Wie immer kümmern sich in Neumarkt die Pfadfinder von der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) darum: Am 11. Januar sind zahlreiche Kinder und Jugendliche den ganzen Tag im Stadtgebiet unterwegs und sammeln die "ausrangierten" Christbäume gegen eine kleine Spende ein. Neben den Mitgliedern der DPSG sind zusätzlich Jugendliche der Pfadfinder-Siedlung Taizé und des THW beim Sammeln dabei. Zahlreiche Neumarkter Firmen und Behörden stellen den Jugendlichen ihre Lastwägen zur Verfügung.

 

Seit über 20 Jahren nehmen sich Neumarkter Jugendliche dieses Entsorgungsproblems an, mittlerweile zum siebten Mal organisieren Manfred Schmidt und Matthias Platzek von der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) die Großaktion. Bereits seit Mitte November sind sie am Telefonieren, E-Mails verschicken und Nachfragen:  Wer stellt unentgeltlich seinen LKW zur Verfügung? Wer organisiert das Mittagessen für die zahlreichen Helfer? Und welches Team kommt in welchem Stadtteil zum Einsatz? Nur eine Frage interessiert die beiden ehemaligen Vorstände der DPSG kaum: die nach dem Wetter. Denn die Pfadfinder kommen bei jedem Wetter und so mancher schwere Christbaum bringt auch den Kräftigsten ins Schwitzen, wenn es gilt, die Tanne auf den Laster zu wuchten. 

 

 

Wie jedes Jahr werden die Kinder und Jugendlichen am Samstag nach Heilig-Drei-König von 8.30 bis etwa 18 Uhr von Haus zu Haus gehen und die ausgedienten Christbäume einsammeln. Anschließend werden sie auf dem Wertstoffhof Blomenhof entsorgt.

Die Bäume sollten von Lametta und anderem Schmuck befreit werden und am Samstag möglichst ab 8.30 Uhr abholbereit und gut sichtbar vor dem Haus platziert werden. Sollte es bis dahin doch noch schneien, ist auch darauf zu achten, die Bäume nicht in den Schneehaufen vor dem Haus zu stecken: Dort können die Bäume oft festfrieren und sind dann nur mit Gewalt wieder herauszukriegen. Die Kinder, die dann bei den Haushalten klingeln, können die oft schweren Bäume jedoch nicht sofort mitnehmen, sondern lassen sie vor den Häusern auf dem Gehweg liegen. Später, in der Regel bereits nur wenige Minuten darauf, kommt dann der LKW in die Straße gefahren und lädt alle Bäume auf.

 

Manfred Schmidt bedauert, dass man es leider nicht immer allen Bürgern recht machen kann: "Bei einer Menge von rund 10 000 Bäumen kann es leicht einmal vorkommen kann, dass tatsächlich einer übersehen wird". Trotz der Bemühungen um eine vollständige Entsorgung aller alten Bäume könne leider kein Recht auf Abholung gewährt werden. 

 

Gesammelt wird im Stadtgebiet Neumarkt sowie in den Stadtteilen Altenhof, Holzheim, Hasenheide, Kohlenbrunnermühle, Koppenmühle, Mühlen, Pölling, Woffenbach und Wolfstein. 

 

Das Abholen der Bäume ist zwar kostenlos, trotzdem freuen sich die Mitglieder der Jugendverbände, die sich den ganzen Tag mit Kälte, Wind und stachlig-rieselnden Ex-Weihnachtsbäumen herumschlagen müssen, über eine kleine Spende. Matthias Platzek weist darauf hin, dass die aus der Sammelaktion gewonnenen Spenden mitunter die wichtigste Finanzierungsquelle der Jugendarbeit der Neumarkter Pfadfinder darstellen. Diese Mittel fließen vor allem in das Aufkommen für   Fahrten, Ausrüstungsgegenstände und Gruppenstundenmaterial.